Microfinanz ist heute weit bekannt, fast als Allerheilmittel, um Armut zu bekämpfen. Der Bereich Microfinanz, seit einigen Jahren, zeichnet sich durch starkes, globales Wachstum aus. Dies sowohl in Form der Anzahl der Teilnehmer als auch des eingesetzten Finanzvolumens. Diese Hochkonjunktur für die Microfinanz manifestiert sich in der Schweiz, wo die Anzahl und Diversität der Institutionen weiterhin wächst. Die Schweiz befindet sich nicht nur zwischen den globalen Führern der Microfinanz, wie BlueOrchard und ResponsAbility, sondern umfasst auch die Spezialisisten wie Symbiotics und den Fond International de Garantie (FIG).
Um die Microfinanz in der Schweiz und in der Welt zu fördern, haben sich die führenden schweizer Teilnehmer, nach zahlreichen informellen Gesprächen, entschieden eine nationale Platform zu entwickeln ähnlich der gesamteuropäischen Initiative (www.microfinance-platform.eu),oder die der Niederlande (www.microfinance.nl). So kam die Schweizer Microfinanzplatform (SMP) am 4 Oktober 2007 ins Leben. Dieser “non profit” Verband hat das Ziel ein Forum zu schaffen zur Vorstellung von Aktivitäten, zum Austausch von Informationen und Erfahrungen, um somit von Synergien und gemeinsame Initiativen zu profitieren.
Der Verband ist offen für alle in der Schweiz ansässigen Akteure, sei es Institutionen oder private Personen, Professionelle oder freiwillige Helfer, Spezialisten oder Neulinge die sich mit der Microfinanz befassen – als Analytiker, Entscheidungsträger der Politik, Investitoren und unabhängig ihrer Vision für die Microfinanz. Zu diesem Zeitpunkt zählen 26 Institutionen und Private als Mitglieder des Verbandes.
Zur Förderung des Informationsaustausches und der dynamischen Gemeinschaftsinteressen hat sich SMP als erstes Ziel gesetzt herauszufinden “wer macht was in der Microfinanz in der Schweiz”. Die SMP hat daher eine breitgestreute Untersuchung initiert um die Aktivitäten der Schweizer Microfinanz zu schildern.